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Die therapeutische Arbeit mit Gongs hat eine rezeptive und eine aktive Seite.

In der rezeptiven Arbeit steht die Wirkung auf den Körper im Vordergrund. Nicht nur mit den von der Fa. Paiste entwickelten speziellen Körpergongs kann ganzleibliches Hören aktiviert werden: Der Körper wird ganz Ohr, sanfte Massagen können Blockeirungen lösen. Wenn Menschen so berührt werden, in Schwingung geraten, in Bewegung gesetzt werden, dann entsteht natürlich nicht nur Resonanz im Körper, sondern zugleich werden auch seelische Prozesse in Gang gesetzt, es entstehen Gedanken, Gefühle und Bilder, die therapeutisch in ganz unterschiedlicher Weise bearbeitbar sind;  z. B. regen Gongs mit ihren ganz unterschiedlichen Klangfarben die Imaginationsfähigkeit des Menschen an; innere Bilder entstehen z. B. zwischen den Polen ‘Umhüllt-werden’ und      ‘Sich-bedrängt-fühlen’, zwischen Grenzaufhebung und Grenzprovokation. Darüber hinaus kann der Gongklang Anker sein für Regression (z. B. durch seine Nähe zu intrauterinen Geräuschen); Menschen können so Zugang finden zu verschütteten vorsprachlichen Potentialen, aber auch zu frühen Verletzungen und Verrenkungen. Und schließlich können in der gestalttherapeutischen Arbeit mit Gongs ungeliebte und ungelebte eigene Anteile wiederbelebt werden: Analog zu der gestalttherapeutischen Arbeit mit dem leeren Stuhl kann in der Arbeit mit dem ‘leeren Gong’ der jeweilige Gong ‘Projektionsfläche mit Resonanz’ sein.

Die aktive Therapie mit Gongs tut vor allem Menschen gut, die sich schwer damit tun oder es ganz verlernt haben, ihre innere Resonanz in äußere Bewegung münden zu lassen, die vieles oder alles in sich hineinfressen und von denen schon der Volksmund in vielen Redensarten weiß, dass sie für psychosomatische Leiden prädestiniert sind. Solche Menschen können durch die Gongs zu eigener Resonanz ermutigt werden. Sie können den Zugang zu neuen oder verschütteten Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen: Gefühle, die oft mit Worten „unsagbar“ sind, werden jenseits der verbalen Ebene im Gongspiel äußerbar. Menschen lernen, ihre eigenen Konflikte, Themen oder Gefühle auf den Gongs zu spielen, deren Klang sie in besonderer Weise anspricht. Sie ‘komponieren’ quasi ihr Stück nach ihren eigenen Regeln zu einem selbst bestimmten Thema - für sich selbst, aber auch im musikalischen Dialog mit dem Therapeuten, dem Partner oder der Gruppe.

Insgesamt geht es in der therapeutischen Arbeit mit Gongs um die Polarität von Klang und Stille, um Ausklang und Nachklang , um Resonanz, um gefüllte Stille. 

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