Aktuelles

Auf der Weltklimakonferenz in Paris haben sich zum ersten Mal alle 195 beteiligten Länder auf ein internationales Abkommen zum Klimaschutz geeinigt. Dieses Abkommen ist inzwischen auch von 170 Staaten unterzeichnet worden.

Die wichtigsten Ergebnisse des Pariser Abkommens: (den vollständigen Text finden Sie hier.)

- Die Erderwärmung soll auf "deutlich" unter 2 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau gehalten werden - und mit weitergehenden Bemühungen soll sie auf 1,5 Grad begrenzt werden.

-  Der Höhepunkt der CO2-Emissionen soll so schnell wie möglich erreicht werden und danach schnell sinken. Die Staaten sollen ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nur noch so viele Treibhausgase ausstoßen wie Meere und Wälder aufnehmen können.

- Die Klimaschutzziele sollen ab dem Jahr 2023 alle fünf Jahre überprüft und verschärft werden.

- Ab 2020 sollen die Klimahilfen 100 Milliarden Dollar nicht mehr unterschreiten. Bis 2025 soll neu beschlossen werden, wie die Höhe der finanziellen Leistungen der reichen an die armen Staaten nochmal aufgestockt werden kann.

Millenium-Entwicklungsziele bis 2015

Gletscherschmelze

Dieser Vertrag schenkt der Welt Hoffnung. Paris hat ein ehrgeiziges Ziel vorgegeben, um die Erderwärmung zu begrenzen. Aber eines ist völlig klar: Ein Abkommen alleine wird die Welt nicht retten!

Denn auch die 2001 von der UN erarbeiteten Millenium-Entwicklungsziele bis 2015 sind nur teilweise erreicht worden. (siehe die nebenstehende filmische Übersicht).

Das heißt: Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt! Jedes Land muss seine Hausaufgaben machen. Sonst bleibt der Vertrag eine Fata Morgana; denn nach wie vor gelten die Worte des Chefs des Weltklimarates IPCC Rajandra Pachauri, mit denen er am 2.11.2014 den Klimareport 2014 vorgestellt hat: “Die Kosten des Nichthandelns werden entsetzlich viel höher sein als die Kosten des Handelns. Wir müssen uns so schnell wie möglich in Bewegung setzen.”

Um so erschreckender ist es, dass die US-Regierung am 01.06.2017 ihren Austritt aus dem Pariser Klima-Abkommen erklärt hat. Und dass gleichzeitig z. B. im Südsudan und in Somalia, in Madagaskar, Malawi oder Mosambik Millionen Menschen von Hungersnot in noch nie dagewesenen Ausmaß bedroht sind. (Vgl. dazu z. B. den Artikel von Frank Nosbach “Die Trockenheit wird noch viel schlimmer” in der Frankfurter Rundschau vom 12.08.2016)

Und dass in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 aufgrund des höheren Benzin-, Diesel- und Kerosinverbrauchs die energiebedingten CO2-Emissionen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeit-raum um knapp 5 Millionen Tonnen auf 428 Millionen Tonnen gestiegen (plus 1,2 Prozent) sind, und damit das Klimaschutzziel der Bundesregierung für das Jahr 2020 in weite Ferne rückt.

 Dazu passt - leider immer noch - meine Veröffentlichung von 2009:

Ulrich Lessin: Mit uns die Sintflut - Einladung zur Bewusstheit im globalen Feld; in GESTALTTHERAPIE (Zeitschrift der deutschen Vereinigung für Gestalttherapie) 23/2009 Heft 2, S. 2-28

Gletscherschmelze auf der Wildspitze mit dem linken Fernerkogel in Österreich (gletscherarchiv.de)

Besonders bemerkenswert erscheint mir in diesem Zusammenhang der Vortrag, den der damals 15-jährige Felix Finkbeiner am 10. 03. 2013 im Rahmen der traditionellen Kanzelreden in der Münchener Erlöserkirche gehalten hat. Das Thema dieses Vortrags: “Alles würde gut - Wie Kinder die Welt verändern können.” Wenn Sie diesen Vortrag hören wollen, klicken Sie bitte hier.

Planet Earth First

Siehe auch die aktuellen Forderungen des BUND zum Klimaschutz.

Wertvolle Anregungen dazu, was jeder einzelne von uns tun kann, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, finden Sie hier.


Im Jahr 2013 ist mein Buch “Wie Sterne leuchten...” erschienen. Dieses Buch ist mein Versuch, an Hand der Briefe, die meine am Ende des Krieges verstorbenen Eltern an meine Großeltern geschrieben haben, die Geschichte meiner Familie von 1939-1945 zu rekonstruieren.

Titelbild

“Wenn wir in den Sternenhimmel schauen, blicken wir in die Vergangenheit. Wenn uns das Licht der Sterne heute erreicht, hat es bereits unvorstellbar riesige Entfernungen zurückgelegt, es kommt von Sternen, die heute vielleicht gar nicht mehr existieren. Und dennoch berührt uns ihr Funkeln und Leuchten; unzählige Dichter haben ihre Pracht besungen...

Die Briefe meiner Eltern an meine Großeltern sind das einzige handgreiflich Sichtbare, was mir heute von meinen Eltern geblieben ist…

Und dann gibt es noch einige Fotos, schwarz-weiß oder in dem damals üblichen hellbraunen Ton…

Die Fotos sind den fernen Sternen noch ähnlicher als die Briefe: Die Menschen auf ihnen erscheinen trotz aller gewussten Distanz ganz nah, als schauten sie mich unmittelbar an…

Doch natürlich weiß ich, auch das, was ich in den Bildern sehe, ist nicht sichere Realität, wie sie damals tatsächlich war, sondern meine Wirklichkeit, die ich in die Bilder hineinsehe. Und auch wenn ich mich versuche, ganz in sie hinein zu versenken, rührt mich das Leuchten der fernen Stern-Bilder zwar unmittelbar an, aber wirklich wissen kann ich doch nur sehr wenig über sie…”

Ulrich Lessin: Wie Sterne leuchten... Fragmentarische Rekonstruktion der Geschichte meiner Kriegsfamilie

Scribeo-Verlag Kassel 2013 (Nr. 111 der Reihe “Erzählen ist Erinnern” des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)

378 Seiten, ISBN: 978-3-936592-32-0

Gerne können Sie das Buch z. B. über http://www.buchhandel.de/, über http://www.amazon.de und natürlich auch direkt bei mir bestellen.

Für weitere Informationen zu meinem Buch klicken Sie bitte hier.

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